Thermotherapie
Wärme- und Kälteanwendungen zur Entspannung der Muskulatur.

Hintergrund
Die Thermotherapie umfasst physikalische Anwendungen unter gezieltem Einsatz von Wärme (Naturmoorpackungen, Fango, Heißluft, Rotlicht) oder Kälte (Kryotherapie) zur Unterstützung der Hauptbehandlung.
Wirkungsweise
Wärmeanwendungen führen zu einer Vasodilatation (Gefäßerweiterung) mit Steigerung der Mikrozirkulation, Entspannung der hypertonen Muskulatur, Viskositätsminderung im Bindegewebe und Dämpfung der Schmerzsensibilität. Kälteanwendungen bewirken initial eine Vasokonstriktion (Gefäßverengung) mit anschließender reaktiver Hyperämie. Dies hemmt Entzündungsaktivitäten, reduziert die Entstehung von Schwellungen (durch Reduktion der Kapillarpermeabilität) und bremst die Nervenleitgeschwindigkeit der Schmerzfasern.
Typische Anwendungsgebiete
- Chronisch schmerzhafte Muskelverspannungen und Myogelosen (Wärme)
- Degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthrosen im chronischen Stadium (Wärme)
- Akute Verletzungen (Distorsionen, Prellungen, Muskelfaserrisse) (Kälte)
- Akut entzündliche Gelenkschübe (z.B. bei rheumatoider Arthritis) (Kälte)
- Aktivierung blockierter Gelenke vor manuellen Mobilisationen (Wärme)
Ihr Nutzen
- Effektive Schmerzdämpfung im Zielgewebe
- Regulation des Muskeltonus und Entspannung der Gewebestrukturen
- Vermeidung oder Reduktion posttraumatischer Ödeme
- Optimale Vorbereitung des Gewebes auf die nachfolgende Physiotherapie
Ablauf der Behandlung
Naturmoorpackungen (Fango) werden warm (ca. 45-50°C) auf die betroffenen Körperregionen appliziert, während der Patient für 20 Minuten entspannt. Kälte wird in Form von Eis- oder Kaltluftpackungen für ca. 10-15 Minuten lokal appliziert.
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Wir freuen uns darauf, Sie persönlich in unserer Praxis in Heidelberg oder bei einem Hausbesuch zu begleiten.
